Bedenkliches Gespann – oder was …?

… smart, smartiger, am Smartesten!

Wer von uns wünscht sich manchmal nicht auch einen ‚Beiwagen auf vier Rädern‘ zum Wohnmobil? Wohl dem, der einen solchen Beiwagen hat!

Auf dem Allgäuer Wohnmobil-stellplatz in Amtzell-Büchelwiesen war mir schon ein solches „Gespann der besonderen Art“ aufgefallen, allerdings mit französischen Kennzeichen. Nicht nur ich war erstaunt, dass ein Wohnmobil einen Smart an der Deichsel hinter sich herziehen „darf“, was ja nun eigentlich nach der deutschen StVO scheinbar nicht zulässig ist – doch der Schein scheint zu trügen… 🙄 Warum?

Beim „Allgäuer Fall“ war eine Deichsel fest am Rahmen des Smart in so fern gelenkig verbunden, dass die Deichsel bestenfalls um 90 Grad nach oben gestellt werden konnte, jedoch war sie nicht an der Lenkung befestigt. Beim Ankoppeln wurde die Deichsel dann in waagerechter Stellung an die Anhängerkupplung gehängt, verriegelt und gesichert, sowie mit der E-Anlage des Womos verbunden, wie es sich gehört.

Bei dem „Weidener Fall“ (siehe Artikel hier) scheint es mir optisch genauso zu funktionieren, wie bei „Gespann“ im Allgäu.

Da also, wie im obigen Artikel von www.Wochenblatt.de beschrieben, hat sogar der hinzugerufene TÜV-Prüfer mit dem Prädikat „Bedenkenlos“ bescheinigte. Mir scheint, es darf scheinbar wohl jeder der es möchte, einen Smart hinter dem Wohnmobil herziehen.

Der Smart hat anscheinend den wohl kürzesten Radstand, als seine ähnlichen ‚Mitbewerber’. Die Lenkung ist allerdings in beiden gezeigten Fällen arretiert.

Als ‚Mitbewerber’ denke ich zum Beispiel an den neuen Fiat 500. Bei einer derartigen Verbindung radieren die Räder in den Kurven stärker, je länger der Radstand ist.

Ob es überhaupt möglich ist, einen Pkw lenkbar per Anhänger-kupplung anzukoppeln, ist ein sicher interessantes Thema, allerdings wird das dann alles doch entsprechend teuer auch schon durch die Genehmigungsverfahren.

Ich kann mir vorstellen, dass auch dir ein solchen Gespann gefallen könnte, denn immerhin sparst du dir den Pkw-Anhänger und auch dessen TÜV- und Unterhaltskosten!

Auch wenn die kleinen Räder ein wenig radieren sollten, so rechnet es sich sicher, wenn man auf einen Pkw-Anhänger verzichten kann.
Also – es tun sich anhand des Falles bei Waidhaus bzw. Weiden ganz neue Perspektiven auf.

Begrüßenswert, wenn das „smartige Anhängsl“ nicht nur in Frankreich erlaubt ist!

Übrigens, was Wohnmobile und „Zubehör“, sowie auch Stellplätze betrifft, so ist uns dieses Nachbarland Frankreich um einiges voraus – gewusst?

Nicht umsonst gibt es den anmachenden Spruch:
„Fahren bzw. schlafen wie Gott in Frankreich!“
(Bald mehr darüber in einem gleichlautenden Extra-Artikel)!

Jedenfalls ist es immer wieder ein Hingucker, wie auch auf dem Wohnmobilstellplatz in Amtzell im schönen Allgäu. Nicht nur ich zückte gleich die Kamera… 😉  Und – wir alle nahmen das besondere Gespann erst wahr, als das französische Ehepaar es koppelte, kurz vor ihrer Abfahrt.

Was meinst du zu diesem Thema? Hast du auch schon ein solches Gespann auf deinen Touren entdeckt? Falls ja, ich sammle derartige Fotos und kann diesem Artikel noch ein Fotoalbum hinzufügen auch mit deinen freigegebenen Fotos!

Da es momentan eigentlich nicht mehr zu dieser „besonderen Verbindung“ zu schreiben gibt außer, dass dieser kleine smartige Smart unserem „coolen Womo“ die Show gestohlen hatte, lass ich nun Bilder sprechen:

Smart am Womo

Und wann darf ich DEIN „Gespann“ hier veröffentlichen…? 😉

Fotoalbum wird vorbereitet an dieser Stelle !

Wie immer wünsche ich dir zu allen Jahreszeiten schöne Stunden mit dem rollenden Zuhause,

mit oder (noch) ohne vierrädrigen „Beiwagen“…

Über deine Antworten und Artikelbeteiligung freut sich
Klaus-Peter

PS:
Meine Behauptung, dass die Reifen beim Kurvenfahren radieren, heble ich mit diesem Video aus, denn es ist deutlich zu sehen, wie die Vorderräder bis zu einem gewissen Grad mitlenken:



 

2 comments

  1. Reuter Jean-Claude sagt:

    Hallo, ich bin neu im Wohnmobilzikus.

    War bisher mit Wohnwagen unterwegs.

    Da es mich aber immer genervt hat meine Spielzeuge (Quads) zuhause zu lassen sind wir jetzt umgestiegen.

    Ich habe selbst auch schon desöfteren soclche Gespanne gesehen und als stolzer besitzer eines Smart Cabrio’s natürlich auch diese möglichkeit schon in Erwägung gezogen.

    Für mich als Kfz-Meister stellt das ganze aus technischer sicht überhaupt kein Problem dar. Smart hat ein normales Schaltgetriebe das elektrisch betätigt wird, die Bremse wird über das angebotene system betätigt. Soweit so gut.

    Das Problem ist wohl eher ein rechtliches.

    Allerdings finde ich kein Gesetz das, lichttechnische einrichtung vorausgesetzt (Anhänger brauchen einen dreieckigen Rückstrahler), mir das verbieten würde.

    Desweiteren gibt es wohl ein europähisches Gesetzt das besagt das das was in einem Land zugelassen ist in allen Ländern der EU zugelassen wird, siehe z.B. Teilegutachten.

    Ich freue mich schon auf die Antworten.

    • Klaus-Peter sagt:

      Hallo J.C.,

      herzlich willkommen im Womo-Zirkus ;-))),

      endlich mal ein Techniker, der Klartext spricht/schreibt! Danke dafür!!!
      Ganz wichtig für mich und alle Leser hier ist dieser (dein) Satz:
      >>> Desweiteren gibt es wohl ein europähisches Gesetzt das besagt das das was in einem Land zugelassen ist in allen Ländern der EU zugelassen wird, siehe z.B. Teilegutachten.<<< So hat es dann wohl auch der TÜV-Gutachter gesehen, der im Bayerischen Wald, zusammen mit der Polizeistreife, das gestoppte "fragwürdige Gespann" überprüft hatten, mit oben nachzulesenden positiven Resultat. (= Artikel oben). Danke nochmals an Dich und alle noch folgenden Kommentarschreiber zu diesem Thema. Tja, warum wird in Europa den Deutschen dies nicht konkret erlaubt und allen anderen Mitgliedsstaaten doch???

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bist du ein Mensch? Dann löse die Rechenaufgabe. :-) * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.