Wasserschaden am Wohnmobil?

Hallo lieber Freund, liebe Freundin der Freude am unbeschwerten Reisen.
Ja, bisher ist der Krug des plötzlich auftretenden Wassereinbruchs an dir vorbeigegangen. Dann freu dich und ich wünsche dir, dass das immer so bleibt und dieser Fall niemals in dein Leben tritt.

Auf der Suche nach Erfahrungen bei Wasserschäden am Wohnmobil stieß ich auf diese Webseite www.wohnmobilwasserschaden.de und mir war gar nicht gut beim Lesen dessen, was dort stand, denn in mir erzeugte es die Vorstellung des muffigen Geruchs von Schimmelsporen. Oje, da kann einem ja übel werden, allein schon beim Lesen.

Anmerkung: Obige Webseite kann auch mit Minuszeichen in den Browser eingegeben werden, verantwortlich für beide Webseiten ist André Klatt in 32760 Detmold.

Aber was ist, wenn du nach einigen Jahren selbst – vielleicht sogar nur durch Zufall – auf einen feuchten Bereich in deinem geliebten rollenden Zuhause stößt, wo eigentlich Feuchtigkeit rein gar nichts zu suchen hat?

Warum schreibe ich diesen für uns alle unangenehmen Artikel, fragst du?
Nun, vielleicht auch in Erinnerung an die Wassermassen im Mai 2013 …
Was Dachdichtigkeit betrifft, so hatte ich bis jetzt zwar bei allen Anbauten alles vorschriftsmäßig abgedichtet, ob es nun eine neue Dachhaube von Fiamma war oder das Durchbohren für die Leitung der Solarzelle zur Batterie. Bisher also keine Probleme mit Wasser von oben oder schleichender Feuchtigkeit. Aaaber…

Unser Womo hat einen Grauwasser-Innentank und einen unter dem Wagenboden. Der Schlauch des Innentankes führt senkrecht unter dem Holzboden ins Freie. Den zweiten Tank, der eigentlich nur das Wasser von der Duschwanne auffängt, ein Unterbodentank, hatte ich nachträglich mit dem Innentank-Abwasserschlauch verbunden. Jedoch bemerkte ich nicht, dass ich den Schlauch des Innentankes etwas in Richtung Unterbodentank verbog. Dabei entstand nun ein Spalt in der Abdichtung. Da dieser nun leicht geöffnete Bereich direkt hinter dem Radkasten lag, spritze das stark auftretende Regenwasser in diesen Spalt und drang in den Raum unterhalb der WC-Kassette ein und von dort in den Wohnraum. (Die großen Regenmengen am Rande der Alpen haben es in sich).

Die nassen Füße alarmierten mich und ich zog mir Stiefel und Regenjacke an. Ich steuerte direkt das Außenfach zur WC-Kassette an, wo schon mal die Schelle an einem Wasserschlauch nicht fest genug angezogen war. An den Schläuchen war alles okay, jedoch das schmutzige Regenwasser zeigt mir schnell die Stelle, wo es eindrang.

Es blieb mir nichts anderes übrig, als erst einmal mit Lappen und Handtüchern das Fach trockenzulegen.

Als uns die Sonnenstrahlen am nächsten Morgen weckten, war das Öffnen und Auslüften des Kassettenfaches das Erste, was zu tun war. Mit der immer mitgeführten Dichtmasse war der Unterboden um den Grauwasserschlauch schnell abgedichtet, nachdem das Bodenholz auch abgetrocknet war. Den Kassettenraum öffnete ich jeden Tag bei regenfreiem Wetter.

Was mir bei diesem „Wasser-Fall“ an der Konstruktion des Wagenbodens auffiel war, dass der Hersteller (HEKU) darauf geachtet hatte, dass die Schnittkanten z.B. in der Nähe der Radkästen mit einer wasserabweisenden Farbe oder Teer(?) bestrichen war. Ein Eindringen in das Bodenholz war also damit relativ ausgeschlossen.

Ja, es ist schon eine Freude, wenn derartige Wasserschäden glimpflich abgehen. Wenn sie sofort bemerkt und sofort richtig behandelt werden, haben Schimmel- und andere Sporen keine Chance.

Wer übrigens bei Google eingibt „Wasserschaden im Wohnmobil“, findet gleich ganz oben diese Docato-Forum-Site:
http://www.ducatoforum-wohnmobile.de.

Was dort betreffs Austrockungs-Methode beschieben wird, habe ich in ähnlicher Form beim Wassereintritt am 230 Volt-Anschluss genau so gemacht. Das weiche Holz angebort, wie ein Schlupfwespenhotel, damit es austrocknen kann. Ursache für jenen Wassereintritt war ein gebrochener Deckel der 230 Volt-Außensteckdose, den ich zu lange nicht auswechselte, sondern nur notdürftig mit Klebefolie reparierte. Durch den schadhaften Deckel trat dann doch Wasser ein und sickerte durch die zweit unteren Befestigungs-Schrauben (kein Nirosta) ins Innenholzgestell ein.
Die Erneuerung der Steckdose (circa 12 Euro) und das Einschrauben der vier extra gekauften Nirosta-Schrauben mit Dichtmasse um das Gewinde, halten das Regen- und Waschwasser dort, wo es hingehört: draußen!

Weitere Erfahrungen mit Behebung von Wasserschäden liest du hier:
www.wohnmobilforum.de

Frage:
War dein neuens Womo schon zur Garantiedusche? (Dichtigkeitsprüfung).

Dir und allen Wohnmobilfreunden wünsche ich allezeit ein trockenes Wohnmobil und viel Sonne zum Relaxen.

Reisefreudige Grüße von
Klaus-Peter

 



2 comments

  1. Frank sagt:

    Hallo Klaus Peter, ich bin auf der Suche nach Wasserschäden am Wohnmobil auf deinen Artikel gestoßen. Ich habe einen Bürstner Alkoven und habe in im Boden Wasserproblem, vornehmlich in den hinteren Ecken.
    Du meinst bestimmt die Seite http://www.wohnmobil-wasserschaden.de also mit Bindestrich oder? Wenn ich das da lese frage ich mich natürlich auch ob so eine Reparatur überhaupt lohnt und ob es jemanden gibt der so einen Schaden vernünftig einschätzen kann.

    Viele Grüße
    Frank

    • Danke für den Kommentar Frank,
      ich meinte tatsächlich die Webseite ohne Bindestrich/Minuszeichen, jedoch der Verantwortliche für beide Webseiten ist André Klatt in Detmold, siehe Impresssum. Natürlich geht es dort um Ankauf auch geschädigter WoMos. Ob sich eine Wasserschaden-Reparatur lohnt hängt ja schließlich auch vom Zeitwert/Alter des Fahrzeugs ab. Jedoch komplizierte Bodenreparaturen, nun ja, das ist keine Freude und der Galdbeutel muss es aushalten, sonst tatsächlich ein Verkauf… Muss jeder selbst wissen, was er tut!
      Danke Frank – Gruß von Peterhttp://womotipps.de/wp-admin/edit-comments.php#comments-form

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